Der Schotterweg durch das Innere Wimitztal in Kärnten gilt unter Motorradfahrern als echter Geheimtipp für ein kleines Offroad-Abenteuer. Die Strecke führt durch ein noch wenig erschlossenes Tal im Bezirk Sankt Veit an der Glan und bietet mit rund 7 Kilometer unbefestigter Strecke entlang des Wimitzbaches bis zur Gritschbrücke abwechslungsreiche Abschnitte als auch eindrucksvolle Naturerlebnisse
Das Wimitztal ist geprägt von einer uralten Kulturlandschaft und dichten Wäldern, durch die mehrere kleine Ortschaften liegen, darunter Wimitz selbst. Historisch war die Region lange Zeit landwirtschaftlich geprägt, viele alte Höfe und teils verlassene Gehöfte prägen das Bild. Im weiteren Verlauf des Tals passiert man kleine Bachläufe, felsige Hänge und immer wieder breite Lichtungen, die zu kurzen Pausen einladen.
Der Leobengraben mit seiner markanten Schotterpassage als Verbindung zur Nockalmstraße gilt unter Motorradfahrern als Geheimtipp fernab der großen Touristenströme. Die Strecke bietet teils anspruchsvolle Schotterabschnitte, die einen Hauch von Abenteuer vermitteln – besonders beliebt zwischen Frühling und Herbst, wenn die Strecke schnee- und eisfrei ist. In der Übergangszeit können Restschnee oder nasses Laub für zusätzliche Herausforderung sorgen, während im Hochsommer die kühle Waldluft willkommen ist.
Historisch gesehen war der Leobengraben lange Zeit eine Verbindungsstrecke für Holzfäller und Hirten – dementsprechend naturbelassen präsentiert sich die Umgebung heute noch. Die Region gehört zum Biosphärenpark Nockberge. Charakteristisch ist die abwechslungsreiche Landschaft mit dichten Wäldern, saftigen Almen und beeindruckenden Felspartien. Immer wieder geben sich entlang der Strecke weite Ausblicke ins Tal und auf die sanften Kuppen der Nockberge.
ACHTUNG:
Die Nockalmstraße kann über den Leobengraben zwar erreicht werden, die Zufahrt wird jedoch durch eine Schrankenanlage unterbunden - diese lässt sich nur mit einem gültigen Mautticket der Nockalmstraße passieren. Sofern dies nicht vorliegt, sollte man den Leobengraben von der Nockalmstraße aus kommend befahren, da sich die Schranke von dieser Richtung kommend automatisch öffnet.
Die Nordrampe des Rogla Pass in Slowenien ist für Motorradfahrer ein besonders reizvoller Treffpunkt nahe der Steiner Alpen. Die Nordrampe verläuft auf einem unbefestigtem Forstweg, der abseits der großen Straßen durch unberührte Wälder und entlang markanter Felsformationen führt. Die kurvenreiche Strecke bietet abwechslungsreiche Fahreindrücke und einen fantastischen Blick auf das Karst- und Kalkgestein der Region, das typisch ist für die slowenischen Alpen und sich besonders in den warmen Monaten eindrucksvoll zeigt.
Im Sommer ist der Pass besonders beliebt, da er eine willkommene Abkühlung in höheren Lagen bietet. Im Frühjahr und Herbst sorgen wechselnde Vegetation und Laubfärbung für eindrucksvolle Landschaftserlebnisse. In den Wintermonaten ist die Nordrampe wegen Schnee und Glätte häufig unpassierbar oder gesperrt. Aufgrund der Höhenlage kann das Wetter schnell umschlagen; eine wetterfeste Ausrüstung ist daher empfehlenswert.
In der Umgebung gibt es einige Gasthöfe und Berghütten, die sich für eine Rast eignen und typisch slowenische Spezialitäten servieren. Tankstellen und größere Restaurants befinden sich in den nächstgelegenen Orten, oft in der Talregion. Historisch gesehen war die Region eine wichtige Verbindung zwischen Zentralslowenien und der Steiermark, was sich auch in der kulturellen Durchmischung und Traditionen widerspiegelt. Die Natur um den Rogle Pass ist geologisch beeindruckend und bietet unzählige Möglichkeiten für Wanderungen und Ausflüge, was die Gegend auch für einen längeren Stopp attraktiv macht.
Die Veliki Alan Pass Schotterpassage ist ein verborgenes Highlight für Motorradfahrer im Velebit-Gebirge Kroatiens. Die Strecke schlängelt sich durch raues Karstgestein und ursprüngliche Wälder, die typisch für den Nationalpark Nord-Velebit sind. Im Sommer reihen sich hier Biker und Wanderer, um die spektakulären Panoramen und das einzigartige alpine Mikroklima zu genießen, während die Passage im Winter oftmals schwer passierbar ist und voller Schnee liegen kann.
Der Pass ist 1406 Meter hoch. An seiner Westseite gibt es eine Materialseilbahn zum Meer, die unter schwersten Bedingungen von politischen Gefangenen des jugoslawischen Straflagers Goli otok gebaut, aber kaum wirtschaftlich genutzt und nach wenigen Jahren wegen Unrentabilität aufgegeben wurde.
Die Schotterpiste verlangt etwas Offroad-Erfahrung, wird aber durch grandiose Ausblicke auf die Adria und das bergige Hinterland belohnt. Rastmöglichkeiten sind entlang der Strecke selten, die nächste Möglichkeit zur näheren Einkehr und Verpflegung findet sich in den kleinen Ortschaften an der Küste oder in der Nähe des Passes. Für längere Touren empfiehlt sich, ausreichend Treibstoff und Verpflegung mitzubringen, da Tankstellen erst einige Kilometer entfernt zu finden sind. Die Passstraße ist im Frühsommer besonders reizvoll, wenn die alpine Flora in voller Blüte steht und die Sonne die Felsen aufwärmt.