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Suchergebnisse zu "Offroad" (Merkmal)

Mali Alan Pass (HR)

Kroatien
  20 km
  01:20 Std
  Bergpass
Der Bergpass Mali Alan ist ein echter Geheimtipp für Motorradfahrer, die das Abenteuer abseits der bekannten Routen suchen. Er liegt im Velebit-Gebirge in Kroatien, genauer gesagt im südlichen Teil des Nationalparks Paklenica, und verbindet die dalmatinische Küste mit dem Binnenland. Die Passhöhe liegt auf rund 1.050 Metern, und die Strecke ist größtenteils nicht asphaltiert, sondern besteht aus einer anspruchsvollen Schotterpiste, die fahrerisches Können und Geländeerfahrung erfordert. Die Route beginnt meist in Obrovac und führt durch eine spektakuläre Karstlandschaft, die sich durch schroffe Felsen, steinige Pfade und fantastische Panoramablicke auf die Adria auszeichnet. Die Strecke ist etwa 15–20 Kilometer lang und nur bei trockener Witterung empfehlenswert. Es gibt keine Tankstellen oder Services unterwegs, was gute Vorbereitung erforderlich macht. Für Enduro- oder Reiseenduro-Fahrer ist Mali Alan ein echtes Highlight – die Herausforderung besteht nicht nur im Terrain, sondern auch im ständigen Wechsel zwischen offenen Landschaften, engen Kehren und unvorhersehbaren Untergründen. Die Passstraße wurde vom österreichischen Kaiser Franz Josef im 19. Jh. errichtet. Die Kapelle Podprag, die man etwa auf halber Strecke erreicht, wurde 1832 als Denkmal für die damals gebaute Passtraße errichtet. Daneben sieht man die Ruinen der ehemaligen Grenzstation, wo auch die Pferde gewechselt wurden. Mali Alan war im Kroatienkrieg in den 1990er Jahren eine militärisch bedeutsame Route. Entlang des Passes finden sich noch heute verlassene Bunker, Stellungen und Ruinen, die an diese Zeit erinnern. Manche Abschnitte der Strecke waren lange gesperrt oder vermint – heute ist die Straße sicher befahrbar, aber man sollte sich strikt an die ausgewiesene Route halten. Fans der Karl-May-Verfilmungen erleben am Mali Alan einen besonderen Moment: Teile der berühmten Winnetou-Filme (vor allem "Winnetou I") wurden in dieser Region gedreht. Die felsige, beinahe surreal wirkende Landschaft diente als Kulisse für das fiktive Apachenland. Entlang der Strecke gibt es mehrere markierte Drehorte, an denen sich Filmfreunde und Nostalgiker gerne aufhalten. Mit einer Gedenktafel wird hier zudem an Pierre Brice erinnert. Der Mali Alan Pass ist kein typischer Ausflugsort – er ist ein Abenteuer für erfahrene Motorradfahrer, die auf der Suche nach Geschichte, Natur und fahrerischer Herausforderung sind. Die Kombination aus unberührter Wildnis, historischer Bedeutung und cineastischer Nostalgie macht ihn zu einem unvergesslichen Ziel in Kroatien.

Schotterstraße durchs Velebit (HR)

Kroatien
  24 km
  02:11 Std
  Offroad
Die Uzdužna velebitska cesta, auch bekannt als die Längsstraße des Velebit-Gebirges, ist eine spektakuläre Schotterpassage im Herzen Kroatiens, die vor allem für abenteuerlustige Motorradfahrer ein echtes Highlight darstellt. Aus der Perspektive eines Bikers bietet sie eine einmalige Kombination aus fahrerischer Herausforderung, roher Naturgewalt und atemberaubenden Panoramen. Die Strecke ist unbefestigt, größtenteils ein rauer Schotterweg, durchzogen von losem Geröll, groben Steinen und gelegentlichen Auswaschungen. Besonders nach Regen können sich tiefe Rinnen bilden, und auf manchen Abschnitten ist der Untergrund lose und rutschig. Große Sorgfalt ist bei den teils schmalen Passagen gefragt – gerade bei schwereren Adventure-Bikes oder beladenen Enduros. Die Reifenwahl spielt hier eine entscheidende Rolle: mit Stollenprofil ist man deutlich sicherer unterwegs. Die Uzdužna cesta verläuft entlang des Hauptkamms des Velebit-Gebirges, das sich parallel zur kroatischen Adriaküste erstreckt. Die Route zieht sich durch einen der abgelegensten und ursprünglichsten Teile des Landes, durch den Nationalpark Sjeverni Velebit im Norden und Richtung Süden durch den Naturpark Velebit. Die Straße liegt auf Höhen zwischen 1.200 und 1.600 Metern, was sie besonders im Sommer angenehm kühl und im Frühjahr/Herbst potenziell unzugänglich macht. Die Passage führt durch mehrere grob behauene Tunnel, die buchstäblich aus dem Fels gesprengt wurden. Diese dunklen, feuchten Röhren versetzen einen zurück in die Ära, als diese Straße noch militärische Bedeutung hatte. Die Ein- und Ausfahrten dieser Tunnel eröffnen jeweils dramatische Ausblicke auf die Felswände und das dahinter liegende Karstplateau. Besonders eindrucksvoll (und fordernd!) sind die Streckenabschnitte, bei denen der Weg direkt an der Kante steiler Abhänge entlangführt. Ohne Leitplanken, mit Schotter unter den Reifen und Wind im Visier, spürt man hier die volle Präsenz der Natur. Der Blick fällt dabei tief ins karstige Tal, wo Wälder und Felsen ineinander übergehen – ein unvergesslicher Nervenkitzel. An klaren Tagen öffnet sich auf der Westseite ein phänomenaler Blick auf die dalmatinische Küste und die vorgelagerten Inseln wie Pag, Rab oder Krk. Der Kontrast zwischen karger Steinwüste im Velebit und dem tiefblauen Meer ist visuell überwältigend. Die Uzdužna velebitska cesta ist nichts für Anfänger – zumindest nicht bei schlechten Bedingungen. Sie verlangt gute Offroad-Fähigkeiten, ein technisch solides Bike und volle Konzentration. Dafür belohnt sie mit Einsamkeit, Natur pur und einem Fahrerlebnis, das in Europa seinesgleichen sucht. Eine gewisse Selbstversorgung ist notwendig – Tankstellen, Unterkünfte oder Mobilfunk sind hier Mangelware.

Schotterstraße bei Kavran (HR)

Kroatien
  7 km
  00:26 Std
  Offroad
Die Schotterstraße bei Kavran führt entlang der malerischen Budava-Bucht in Istrien und bietet Motorradfahrern ein besonderes Offroad-Erlebnis. Die Gegend ist geprägt von typisch istrischer Macchia und lichten Kiefernwäldern, die im Sommer willkommenen Schatten spenden. Die Schotterpiste ist mäßig anspruchsvoll und besonders im Frühjahr und Herbst beliebt, wenn die Temperaturen angenehm und die Natur in sattem Grün erstrahlt. Im Sommer kann es staubig werden, während Regen in den kühleren Monaten Teile der Strecke rutschig und herausfordernd macht. Historisch betrachtet zählt die Region rund um Kavran zu den ältesten besiedelten Gebieten Istriens. Spuren aus der Römerzeit sind in den Nachbarorten zu finden, während die kleine Kirche Sveti Lovreč und Überreste alter Trockenmauern die ländliche Vergangenheit widerspiegeln. Die Landschaft entlang der Budava-Bucht ist geprägt von schroffen Kalksteinfelsen und kleinen Buchten mit türkisfarbenem Wasser. Immer wieder öffnen sich entlang der Strecke traumhafte Ausblicke auf das Meer. Die Vegetation ist typisch mediterran, mit wildem Rosmarin und Steineichen. Die Infrastruktur ist eher einfach gehalten. In Kavran selbst gibt es kleinere Lebensmittelläden und einfache Restaurants mit istrischer Küche, die zum Zwischenstopp einladen. Für größere Einkäufe, Tankstellen und eine bessere Auswahl an Gastronomie empfiehlt sich ein Abstecher ins rund 10 Kilometer entfernte Ližnjan oder nach Medulin. Entlang der Schotterstraße selbst finden sich keine offiziellen Rastplätze, jedoch bieten sich immer wieder einladende Stellen zur kurzen Pause im Grünen.