Die Nordrampe des Rogla Pass in Slowenien ist für Motorradfahrer ein besonders reizvoller Treffpunkt nahe der Steiner Alpen. Die Nordrampe verläuft auf einem unbefestigtem Forstweg, der abseits der großen Straßen durch unberührte Wälder und entlang markanter Felsformationen führt. Die kurvenreiche Strecke bietet abwechslungsreiche Fahreindrücke und einen fantastischen Blick auf das Karst- und Kalkgestein der Region, das typisch ist für die slowenischen Alpen und sich besonders in den warmen Monaten eindrucksvoll zeigt.
Im Sommer ist der Pass besonders beliebt, da er eine willkommene Abkühlung in höheren Lagen bietet. Im Frühjahr und Herbst sorgen wechselnde Vegetation und Laubfärbung für eindrucksvolle Landschaftserlebnisse. In den Wintermonaten ist die Nordrampe wegen Schnee und Glätte häufig unpassierbar oder gesperrt. Aufgrund der Höhenlage kann das Wetter schnell umschlagen; eine wetterfeste Ausrüstung ist daher empfehlenswert.
In der Umgebung gibt es einige Gasthöfe und Berghütten, die sich für eine Rast eignen und typisch slowenische Spezialitäten servieren. Tankstellen und größere Restaurants befinden sich in den nächstgelegenen Orten, oft in der Talregion. Historisch gesehen war die Region eine wichtige Verbindung zwischen Zentralslowenien und der Steiermark, was sich auch in der kulturellen Durchmischung und Traditionen widerspiegelt. Die Natur um den Rogle Pass ist geologisch beeindruckend und bietet unzählige Möglichkeiten für Wanderungen und Ausflüge, was die Gegend auch für einen längeren Stopp attraktiv macht.
Der Ostrarijska Vrata Pass in Kroatien ist ein beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer, der durch seine spektakuläre Aussicht auf die Adria und die Insel Pag besticht. Entlang der kurvigen Strecke bieten sich zahlreiche Kehren, die für fahrerischen Spaß und Herausforderung sorgen – besonders in der warmen Jahreszeit von Mai bis Oktober, wenn die Straßen meist trocken und griffig sind. Die Passhöhe selbst liegt über einem Tunnel, daher muss man vor dem Tunnel auf eine kleine Seitenstraße abbiegen, um zur Paßhöhe zu gelangen.
Die Region rund um den Pass zeichnet sich durch ihre einzigartige geologische Beschaffenheit aus: Karstlandschaften, schroffe Kalkfelsen und steppenartige Vegetation wechseln sich ab und machen jeden Halt auf der Strecke lohnenswert. Die Aussichtspunkte entlang der Straße bieten atemberaubende Blicke aufs Meer und die vorgelagerte Insel Pag, deren karge Schönheit einen starken Kontrast zur üppigen Vegetation des bergigen Hinterlands bildet.
Die Panoramastraße von Starigrad-Paklenica bis kurz vor den Gipfel des Kojića glavica im Paklenica Nationalpark ist für Motorradfahrer ein echtes Erlebnis. Die Strecke schlängelt sich durch das beeindruckende Velebit-Gebirge, dessen raues Kalkgestein und felsige Klippen einzigartige Ausblicke auf die dalmatinische Küste bieten. Entlang der Strecke gibt es nur einige wenige Park- und Rastplätze mit fantastischem Blick auf Starigrad und das Meer. Während die ersten beiden unbefestigten Rastplätze oberhalb Starigrad eine grandiose Aussicht auf die Adria bieten, liegt der Parkplatz am Ende der Straße mitten im Nationalpark vor dem Gipfel vom Kojića glavica und ist ideal für eine entspannte Rast. Wenngleich der komplette Weg asphaltiert ist, benötigen einige steile Anstiege erhöhte Aufmerksamkeit - dennoch ist die Auffahrt für einen halbwegs geübten Motorradfahrer kein Problem.
Die Veliki Alan Pass Schotterpassage ist ein verborgenes Highlight für Motorradfahrer im Velebit-Gebirge Kroatiens. Die Strecke schlängelt sich durch raues Karstgestein und ursprüngliche Wälder, die typisch für den Nationalpark Nord-Velebit sind. Im Sommer reihen sich hier Biker und Wanderer, um die spektakulären Panoramen und das einzigartige alpine Mikroklima zu genießen, während die Passage im Winter oftmals schwer passierbar ist und voller Schnee liegen kann.
Der Pass ist 1406 Meter hoch. An seiner Westseite gibt es eine Materialseilbahn zum Meer, die unter schwersten Bedingungen von politischen Gefangenen des jugoslawischen Straflagers Goli otok gebaut, aber kaum wirtschaftlich genutzt und nach wenigen Jahren wegen Unrentabilität aufgegeben wurde.
Die Schotterpiste verlangt etwas Offroad-Erfahrung, wird aber durch grandiose Ausblicke auf die Adria und das bergige Hinterland belohnt. Rastmöglichkeiten sind entlang der Strecke selten, die nächste Möglichkeit zur näheren Einkehr und Verpflegung findet sich in den kleinen Ortschaften an der Küste oder in der Nähe des Passes. Für längere Touren empfiehlt sich, ausreichend Treibstoff und Verpflegung mitzubringen, da Tankstellen erst einige Kilometer entfernt zu finden sind. Die Passstraße ist im Frühsommer besonders reizvoll, wenn die alpine Flora in voller Blüte steht und die Sonne die Felsen aufwärmt.