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Details
Beschreibung
Der Sella Carnizza ist ein abgelegener Bergpass in den Julischen Alpen im nordöstlichen Italien, unweit der Grenze zu Slowenien. Mit einer Höhe von etwa 1.086 Metern verbindet der Pass das Tal des Torrente Resia im Westen mit dem Tal des Rio Uccea im Osten. Die Umgebung ist geprägt von dichten Wäldern und beeindruckender Berglandschaft, in der sich Motorradfahrer abseits bekannter Routen ein einzigartiges Naturerlebnis erschließen können.
Streckenführung und Schwierigkeit
Die Passstraße ist relativ schmal, oft nur einspurig, und teilweise asphaltiert – speziell das westliche Teilstück kann abschnittsweise unbefestigt und von Schotter durchsetzt sein. Für geübte Motorradfahrer ist die Strecke gut machbar, Neulinge sollten eine vorsichtige Fahrweise wählen. Die Kurven sind eng, gelegentlich tauchen Schlaglöcher und lose Steine auf. Die Denzel-Wertung liegt bei ungefähr 3-4 (von maximal 5), was eine mittlere Herausforderung signalisiert – Trittsicherheit und eine gute Beherrschung des Motorrads sind von Vorteil.
Jahreszeitliche Besonderheiten
Die beste Reisezeit für den Sella Carnizza ist zwischen Juni und Anfang Oktober. Im Winter und Frühjahr ist die Strecke oft schneebedeckt oder aufgrund von Erdrutschen und Überschwemmungen nach Starkregen gesperrt. Selbst im Frühsommer können noch kleinere Schneefelder liegen. Bei Nebel oder Regen ist Fahrvorsicht geboten, da der Straßenbelag rutschig wird und die Sicht eingeschränkt ist.
Historische Hintergründe
Der Sella Carnizza spielte in den vergangenen Jahrhunderten eine wichtige Rolle als Übergang zwischen Italien und Slowenien, insbesondere für Händler und in der Almwirtschaft. Während des 20. Jahrhunderts war die Region umkämpft und von Grenzänderungen geprägt, die sich im kulturellen Mix der Gegend widerspiegeln.
Geologie und Landschaft
Die Julischen Alpen sind von Kalkgestein geprägt, was zu zahlreichen Felsabbrüchen und spektakulären Steilwänden rund um den Pass führt. Die Landschaft wechselt zwischen dichten Bergwäldern, ausgedehnten Almwiesen und kargen Geröllfeldern. Von einigen Abschnitten der Passstraße bieten sich eindrucksvolle Ausblicke auf die umliegenden Gipfel, darunter der imposante Monte Canin.
Infrastruktur
Der Sella Carnizza ist relativ abgelegen und kaum touristisch erschlossen. Tankstellen sind erst in den nächstgelegenen Ortschaften (z.B. Resia) zu finden, Rastmöglichkeiten und Einkehrmöglichkeiten entlang des Passes gibt es keine; ein Picknick-Tisch in der Passnähe lädt zu einer Pause in der Natur ein. Mobilfunknetz ist lückenhaft, daher empfiehlt sich eine gute Vorbereitung und ausreichende Verpflegung.
Kosten / Gebühren
Für die Befahrung des Sella Carnizza fallen keine Maut- oder Straßengebühren an. Die Straße ist öffentlich und frei befahrbar. Lediglich eventuelle Sperrungen durch schlechte Wetterverhältnisse oder Instandhaltungsarbeiten sind möglich, aber nicht kostenpflichtig.
Fazit
Der Sella Carnizza bietet Motorradfahrern ein echtes Abenteuer abseits der bekannten Alpenpässe: Eine abwechslungsreiche Streckenführung, atemberaubende Natur und fast völlige Abgeschiedenheit. Wer die Herausforderung und Ruhe liebt, wird hier mit großartigen Panoramablicken, einer spannenden Fahrstrecke und ursprünglicher Landschaft belohnt.
Beschreibung
Der Sella Carnizza Pass ist ein recht unbekannter Bergpass in den Julischen Alpen Norditaliens und verbindet das Tal von Resia mit dem Kanaltal. Für Motorradfahrer bietet die kurvenreiche Strecke atemberaubende Panoramen auf dramatische Felslandschaften und üppige Wälder. Die kritische Hanglage des Südhangs macht die Strecke zu einem spannenden Erlebnis, verlangt aber auch volle Aufmerksamkeit, besonders nach Regenfällen, wenn der Untergrund rutschig sein kann.
Der Pass ist meist zwischen Mai und Oktober gut befahrbar, da er im Winter oft wegen Schneesperren geschlossen wird. Im Sommer locken angenehme Temperaturen, aber auch viele Radfahrer und Wanderer auf die Strecke. Während der Schneeschmelze oder nach starkem Regen sind gelegentlich kleinere Erdrutsche möglich.
Historisch spielte der Sella Carnizza Pass eine Rolle als Verbindung zwischen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Die Route wurde erstmals verstärkt im 20. Jahrhundert ausgebaut und diente in den Weltkriegen als wichtiger Alpentravers. Heute findet man entlang des Passes noch Spuren alter Militärstraßen und Bunkeranlagen.
Die Umgebung ist geprägt von den Kalkgesteinsmassiven der Julischen Alpen und bietet eindrucksvolle Blicke auf tiefe Täler, schroffe Bergrücken und wildwüchsige Wälder. Je nach Jahreszeit leuchten hier bunte Frühlingswiesen, üppige Sommergrünflächen oder bunte Herbstwälder. Die Fauna reicht von Gämsen bis zu seltenen Greifvögeln.
Die Infrastruktur am und um den Pass ist eher einfach. Es gibt wenige bewirtschaftete Hütten oder Gasthäuser direkt auf der Strecke, jedoch sind in den angrenzenden Orten wie Resia und Chiusaforte kleine Bars und regionale Trattorien zu finden. Tankstellen liegen meist im Tal, eine sorgfältige Tourenplanung wird daher empfohlen. Rastmöglichkeiten bieten sich an einigen Aussichtspunkten und kleineren Parkplätzen entlang der Passstraße.
Weitere Informationen unter https://de.wikipedia.org/wiki/Sella_Carnizza