Touren-Clips

Sella Carnizza Pass (IT)

Italien
  12 km
  00:22 Std
  Bergpass
Der Sella Carnizza Pass ist ein recht unbekannter Bergpass in den Julischen Alpen Norditaliens und verbindet das Tal von Resia mit dem Kanaltal. Für Motorradfahrer bietet die kurvenreiche Strecke atemberaubende Panoramen auf dramatische Felslandschaften und üppige Wälder. Die kritische Hanglage des Südhangs macht die Strecke zu einem spannenden Erlebnis, verlangt aber auch volle Aufmerksamkeit, besonders nach Regenfällen, wenn der Untergrund rutschig sein kann. Der Pass ist meist zwischen Mai und Oktober gut befahrbar, da er im Winter oft wegen Schneesperren geschlossen wird. Im Sommer locken angenehme Temperaturen, aber auch viele Radfahrer und Wanderer auf die Strecke. Während der Schneeschmelze oder nach starkem Regen sind gelegentlich kleinere Erdrutsche möglich. Historisch spielte der Sella Carnizza Pass eine Rolle als Verbindung zwischen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Die Route wurde erstmals verstärkt im 20. Jahrhundert ausgebaut und diente in den Weltkriegen als wichtiger Alpentravers. Heute findet man entlang des Passes noch Spuren alter Militärstraßen und Bunkeranlagen. Die Umgebung ist geprägt von den Kalkgesteinsmassiven der Julischen Alpen und bietet eindrucksvolle Blicke auf tiefe Täler, schroffe Bergrücken und wildwüchsige Wälder. Je nach Jahreszeit leuchten hier bunte Frühlingswiesen, üppige Sommergrünflächen oder bunte Herbstwälder. Die Fauna reicht von Gämsen bis zu seltenen Greifvögeln. Die Infrastruktur am und um den Pass ist eher einfach. Es gibt wenige bewirtschaftete Hütten oder Gasthäuser direkt auf der Strecke, jedoch sind in den angrenzenden Orten wie Resia und Chiusaforte kleine Bars und regionale Trattorien zu finden. Tankstellen liegen meist im Tal, eine sorgfältige Tourenplanung wird daher empfohlen. Rastmöglichkeiten bieten sich an einigen Aussichtspunkten und kleineren Parkplätzen entlang der Passstraße.

Schotterstraße durchs Velebit (HR)

Kroatien
  24 km
  02:11 Std
  Offroad
Die Uzdužna velebitska cesta, auch bekannt als die Längsstraße des Velebit-Gebirges, ist eine spektakuläre Schotterpassage im Herzen Kroatiens, die vor allem für abenteuerlustige Motorradfahrer ein echtes Highlight darstellt. Aus der Perspektive eines Bikers bietet sie eine einmalige Kombination aus fahrerischer Herausforderung, roher Naturgewalt und atemberaubenden Panoramen. Die Strecke ist unbefestigt, größtenteils ein rauer Schotterweg, durchzogen von losem Geröll, groben Steinen und gelegentlichen Auswaschungen. Besonders nach Regen können sich tiefe Rinnen bilden, und auf manchen Abschnitten ist der Untergrund lose und rutschig. Große Sorgfalt ist bei den teils schmalen Passagen gefragt – gerade bei schwereren Adventure-Bikes oder beladenen Enduros. Die Reifenwahl spielt hier eine entscheidende Rolle: mit Stollenprofil ist man deutlich sicherer unterwegs. Die Uzdužna cesta verläuft entlang des Hauptkamms des Velebit-Gebirges, das sich parallel zur kroatischen Adriaküste erstreckt. Die Route zieht sich durch einen der abgelegensten und ursprünglichsten Teile des Landes, durch den Nationalpark Sjeverni Velebit im Norden und Richtung Süden durch den Naturpark Velebit. Die Straße liegt auf Höhen zwischen 1.200 und 1.600 Metern, was sie besonders im Sommer angenehm kühl und im Frühjahr/Herbst potenziell unzugänglich macht. Die Passage führt durch mehrere grob behauene Tunnel, die buchstäblich aus dem Fels gesprengt wurden. Diese dunklen, feuchten Röhren versetzen einen zurück in die Ära, als diese Straße noch militärische Bedeutung hatte. Die Ein- und Ausfahrten dieser Tunnel eröffnen jeweils dramatische Ausblicke auf die Felswände und das dahinter liegende Karstplateau. Besonders eindrucksvoll (und fordernd!) sind die Streckenabschnitte, bei denen der Weg direkt an der Kante steiler Abhänge entlangführt. Ohne Leitplanken, mit Schotter unter den Reifen und Wind im Visier, spürt man hier die volle Präsenz der Natur. Der Blick fällt dabei tief ins karstige Tal, wo Wälder und Felsen ineinander übergehen – ein unvergesslicher Nervenkitzel. An klaren Tagen öffnet sich auf der Westseite ein phänomenaler Blick auf die dalmatinische Küste und die vorgelagerten Inseln wie Pag, Rab oder Krk. Der Kontrast zwischen karger Steinwüste im Velebit und dem tiefblauen Meer ist visuell überwältigend. Die Uzdužna velebitska cesta ist nichts für Anfänger – zumindest nicht bei schlechten Bedingungen. Sie verlangt gute Offroad-Fähigkeiten, ein technisch solides Bike und volle Konzentration. Dafür belohnt sie mit Einsamkeit, Natur pur und einem Fahrerlebnis, das in Europa seinesgleichen sucht. Eine gewisse Selbstversorgung ist notwendig – Tankstellen, Unterkünfte oder Mobilfunk sind hier Mangelware.

Gebirgspass Plase-Grižane (HR)

Kroatien
  14 km
  00:28 Std
  Bergpass
Den Gebirgspass Razromir erreicht man über eine schmale Seitenstraße, die hinter Plase viele Kilometer durch begrüntes Gebiet führt. Der Gebirgspass selbst ist äusserst schmal und führt entlang des steilen und steinigen Berghangs Kozak ohne Absicherung zur steil abfallenden Kante am Wegesrand bergab nach Antovo. Hierfür sollte man definitiv keine Höhenangst haben und die Maschine gut beherrschen. Belohnt wird man mit einem spektakulären Ausblick auf die Kvarner Bucht.

Schotterstraße bei Kavran (HR)

Kroatien
  7 km
  00:26 Std
  Offroad
Die Schotterstraße bei Kavran führt entlang der malerischen Budava-Bucht in Istrien und bietet Motorradfahrern ein besonderes Offroad-Erlebnis. Die Gegend ist geprägt von typisch istrischer Macchia und lichten Kiefernwäldern, die im Sommer willkommenen Schatten spenden. Die Schotterpiste ist mäßig anspruchsvoll und besonders im Frühjahr und Herbst beliebt, wenn die Temperaturen angenehm und die Natur in sattem Grün erstrahlt. Im Sommer kann es staubig werden, während Regen in den kühleren Monaten Teile der Strecke rutschig und herausfordernd macht. Historisch betrachtet zählt die Region rund um Kavran zu den ältesten besiedelten Gebieten Istriens. Spuren aus der Römerzeit sind in den Nachbarorten zu finden, während die kleine Kirche Sveti Lovreč und Überreste alter Trockenmauern die ländliche Vergangenheit widerspiegeln. Die Landschaft entlang der Budava-Bucht ist geprägt von schroffen Kalksteinfelsen und kleinen Buchten mit türkisfarbenem Wasser. Immer wieder öffnen sich entlang der Strecke traumhafte Ausblicke auf das Meer. Die Vegetation ist typisch mediterran, mit wildem Rosmarin und Steineichen. Die Infrastruktur ist eher einfach gehalten. In Kavran selbst gibt es kleinere Lebensmittelläden und einfache Restaurants mit istrischer Küche, die zum Zwischenstopp einladen. Für größere Einkäufe, Tankstellen und eine bessere Auswahl an Gastronomie empfiehlt sich ein Abstecher ins rund 10 Kilometer entfernte Ližnjan oder nach Medulin. Entlang der Schotterstraße selbst finden sich keine offiziellen Rastplätze, jedoch bieten sich immer wieder einladende Stellen zur kurzen Pause im Grünen.
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